GUIDE 2026-08-13
IP67 vs IP68: Die richtige Wasserschutzart wählen
IP67 und IP68 sehen ähnlich aus, bedeuten aber Unterschiedliches. IP67 behandelt temporäres Untertauchen, IP68 ist für Dauer. So wählen Sie für Ihren Anwendungsfall.
**Der 2-stellige IP-Code**
Der IP-Code (Ingress Protection) ist nach IEC 60529 definiert. Er hat zwei Ziffern:
- **Erste Ziffer (0-6)**: Feststoffschutz
- 0: Kein Schutz
- 1-5: Verschiedene Objekte
- 6: Staubdicht (kein Staub)
- **Zweite Ziffer (0-9)**: Wasserschutz
- 0: Kein Schutz
- 1-6: Tropf-, Spritz-, Strahl-, Druckwasser
- 7: Temporäres Untertauchen (1 m / 30 Min)
- 8: Daueruntertauchen (Tiefe/Zeit vom Hersteller)
- 9: Hochtemperatur-Druckwasserstrahlen
**IP67 = 1 m / 30 Min temporär**
IP67 ist die häufigste Schutzart für Hartkoffer. Bedeutet 1 Meter Wassertiefe bis 30 Minuten ohne Wassereintritt. Danach kann Wasser eintreten.
Verwenden Sie IP67 für:
- Regen und Spritzer
- Kurze Stürze in flaches Wasser
- Outdoor-Aktivitäten
- Die meisten Kamera- und Drohnenkoffer
**IP68 = Daueruntertauchen (typisch 5 m / 1 h)**
IP68 bedeutet Dichtigkeit für Daueruntertauchen. Typische Werte sind 5 m für 1 Stunde.
Verwenden Sie IP68 für:
- Marine-Elektronik
- Tauchcomputer
- ROVs und Unterwasserdrohnen
- Geräte, die im Wasser bleiben
**IP69K = Hochtemperatur-Druckwasser**
IP69K ist die höchste kommerzielle Schutzart. Kexin bietet IP69K auf Anfrage.
**So wählen Sie**
Stellen Sie diese 4 Fragen:
1. Wird der Koffer untergetaucht? Wenn ja, wie lange?
2. Wird er Hochdruckwasserstrahlen ausgesetzt?
3. Was ist der Temperaturbereich?
4. Welche Zertifizierungen brauchen Sie?
Für die meisten Kamera-, Drohnen- und Werkzeugkoffer reicht IP67. Für Marine, Tauchen und ROV wählen Sie IP68. Kexin bietet beides auf derselben Plattform.